Wir haben ein Ende gefunden

Keiner scheitert gern. Doch ohne Niederlage entsteht nichts Neues. Daher verabschieden wir uns mit einer Ausgabe über Sinn und Chancen des Scheiterns. Aber keine Panik. Die amüsante Seite kommt nicht zu kurz.

Die Markteinführung des deutschsprachigen New Scientist war ein Experiment. Es kommt mit der 31. Ausgabe zu seinem vorläufigen Ende. Ohne solche Versuche gäbe es keinen Erkenntnisfortschritt.

So zu enden mag also erkenntnistheoretisch einen Gewinn darstellen, in der Praxis ist es aber dennoch schmerzhaft. Die Redaktion muss sich neue Aufgaben suchen, der Verlag seine Investitionen abschreiben.

Scheitern tut weh. Aber es gehört zum Leben nun einmal dazu, wie wir im Dossier unserer letzten Ausgabe erzählen. Als wir mit der Planung für die letzte Ausgabe begannen, waren wir uns in der Redaktion schnell einig: Wir wollen mehr über dieses Phänomen wissen. Darum haben wir Menschen aufgesucht, die, jeder auf seine Art, Experten für das Scheitern geworden sind. Da ist die Wissenschaftlerin, deren Labor vom Arbeitgeber geschlossen wurde. Sie glaubte an ihre Projekte, machte sich mit ihnen selbständig und ist heute sehr erfolgreich. Da ist der junge Chemiker, der ein eigenes Magazin für gescheiterte Experimente gegründet hat. Und schließlich spricht der geniale, aber verarmt verstorbene Physiker Nikola Tesla zu uns.

Wir, die Macher des deutschen New Scientist, möchten uns bei Ihnen bedanken: Für Ihr großes Interesse an unserem Magazin. Für Ihre vielen Kommentare auf der Website und in den sozialen Medien. Für Ihre Treue als Abonnenten. Und natürlich für die vielen aufmunternden Zuschriften in den vorigen Wochen.

Ob die Idee eines wöchentlichen Wissensmagazins in Deutschland endgültig gescheitert ist, wird die Zukunft zeigen. Wir jedenfalls halten uns an die Devise Samuel Becketts, die uns unsere Kollegen vom britischen New Scientist anlässlich der Nachricht unserer Einstellung geschickt haben: “Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.”

 

Eure Redaktion

Jetzt wird es ernst

Gestern haben wir unser letztes reguläres Heft an die Druckerei geschickt, heute fangen wir mit den Arbeiten für unsere Abschiedsausgabe an. Wir wollen uns mit einem ganz besonderen Heft verabschieden. In den letzten Wochen haben wir viele Ideen zusammen getragen, jetzt schnüren wir das bunte Bündel hübsch auf.

Bei der Gelegenheit haben wir es endlich auch mal geschafft, einen Betriebsausflug zu machen: Für ein Gruppenfoto waren wir heute morgen bei einer Hamburger Hochtechnologieanlage, bei der sich viel bewegt (kleiner Tipp: Es ist nicht das Miniaturwunderland).

Und jetzt zurück an die Arbeit.

Traurig aber wahr

Der Spiegel hat beschlossen, den New Scientist einzustellen. Am 31. Mai erscheint unsere letzte Ausgabe. Wir danken für euer Vertrauen und hoffen, dass ihr uns bis dahin treu bleibt.

Biografischer Fingerabdruck: SEBASTIAN RAULF

Sebastian Raulf, Layouter

Komme von
dem SPIEGEL.

Achte auf:
Gutes Kopf-, Bauch- und Handwerk mit Herz.

Erstes Experiment:
Als Achtjähriger bekam ich spitz, beim Aufdrehen des heissen Wassers, die Zündflamme unseres alten Gasofens im Bad so zu löschen, dass das Gas unverbrannt weiter ausströmte. Für etwa eine Minute gab ich volle Pulle. Dann nahm ich ein Streichholz und zündete.
Eine riesige Stichflamme erfüllte den kleinen Raum mit gelb-grünlich-türkisem Licht, es rummste und schleuderte mich mit dem Rücken gegen die nächste Wand. Mein Schutzengel hat mich gut behütet.

Liebster Forscher:
Der Neugierologe Heinz von Foerster und sein ethischer Imperativ:
„Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!”

Präferierte Genmutation:
Schönheit. Weil Sie nicht dinglich ist, unbeschreibbar. Es handelt sich dabei wohl um eine emotionale Variation unserer Wahrnehmung.
Ich verstehe Demut als Gen-Defekt.

Größtes Laster:
Mangelnde Demut.

Die unplausibelste wissenschaftliche Theorie:
Der Zinsfuß.

Die plausibelste unwissenschaftliche Theorie:
Nachts ist es kälter als draußen.

Breaking Bad oder Big Bang Theory?
Dieser sagrotane Möchtegern-Nobelpreisträger Sheldon hat gegen den Über-Nerd Walter White keine Chance, denn der Starke ist am mächtigsten allein und die Hölle stets interessanter.

Klonen oder einfrieren?
Weder. Noch.

Parabelflug oder LSD-Trip?  
Citybiken ist aufregend genug.

Grippeimpfung oder Apfel essen?
Ich nehme täglich eine Banane.

Verstand oder Bauchgefühl?
Dazwischen ist, Gott sei Dank, unser Herz.

Sinnlosestes Talent?
Elaborieren.

Welches Doppelleben hättest du gerne?
Wie viele darf ich denn führen (á la Precht)?

Cover des Monats: Direkt unter die Top Ten

Alle guten Dinge sind drei – das trifft in jedem Fall auf unsere Dritte Ausgabe zu. Das Titelbild  der Ausgabe 47/12 wurde von der Jury des „Cover des Monats“ im November auf Platz 8 gewählt.

Für unser Schoko-Hirn gestimmt haben der Fotograf Bertram Solcher und Lutz Glandt vom Bereichsvorstand Brief Deutschland Deutsche Post AG. “Schöne Umsetzung eines komplexen Themas”, sagt Solcher.

Vielen Dank für die Blumen.

 

Die iPad-App zu Weihnachten

Ab dem 21. Dezember als iPad-App.

Nach ein paar Wochen des Wartens ist es soweit: Apple hat unsere Digital-Ausgabe genehmigt.
Ab Ausgabe 52, also pünktlich zum Weihnachtsfest, sind wir also endlich, wie lange vorbereitet, als iPad-App verfügbar.

Ab nächster Woche könnt ihr den New Scientist also über den iTunes-Store erwerben.
Bis dahin – und auch danach – gibt es weiterhin unsere Web-App. Diese könne Sie auf allen Endgerät verwenden und sogar offline lesen, sofern Sie als Browser Safari oder Chrome benutzen.

Viel Spaß dabei!

Biografischer Fingerabdruck: KRISTIN HUETTMANN

Kristin Hüttmann, Redakteurin Life Science

Komme von:
G+J Wirtschaftsmedien

Achte auf:
ein ausgewogenes Reizklima im Großraumbüro

Erstes Experiment:
Osmose bei Nacktschnecken – Salz drauf und zuschauen, wie das Wasser rausschäumt

Liebster Forscher:
Sheldon Cooper

Größtes Laster:
Salt&Vinegar-Chips

Präferierte Genmutation:
Fluoreszenz

Die unplausibelste wissenschaftliche Theorie:
Die Panspermie-Theorie nach der alles Leben aus dem All stammt. Trotz der Skeptiker, es klingt einfach hübscher: lieber von fernen Planeten kommen als aus der Suppe.

Die plausibelste unwissenschaftliche Theorie:
Gras wächst schneller, wenn man dran zieht.

Breaking Bad oder Big Bang Theory?
Bazinga!

Klonen oder einfrieren?
Bitte kein Leben nach dem Tod.

Parabelflug oder LSD-Trip?
Ich wähle die Vollnarkose – wenn schon Kontrollverlust, dann nur unter ärztlicher Aufsicht.

Grippeimpfung oder Apfel essen?
Viren sind die Profi-Spieler der Evolution. Da hilft nur die Post-Phylaxe aus Koffein, Acetylcholinsäure und Pseudoephedrin-Hydrochlorid.

Verstand oder Bauchgefühl?
Schnickschnackschnuck

Sinnlosestes Talent?
Ringelnattern und Hühner mit bloßen Händen fangen.

Welches Doppelleben hättest du gerne?
Butch Cassidy

Biografischer Fingerabdruck: DENIS DILBA

Denis Dilba, Redakteur Hard Science

Komme von:
Planet Freelance

Achte auf:
die Evolution der Technik

Erstes Experiment:
Wie weit kann man mit einem BMX-Fahrrad springen, bis einer weint?
Fünf Meter und ein angebrochenes Schlüsselbein.

Liebster Forscher:
Didaktikpapst Bernhard Grizmek, wegen der Viecher auf seinem Moderatorentisch.

Größtes Laster:
Lakritz

Präferierte Genmutation:
Die Telepathie-Künste von Charles Xavier aka Professor X.

Die unplausibelste wissenschaftliche Theorie:
Das papierlose Büro.

Die plausibelste unwissenschaftliche Theorie:
Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Breaking Bad oder Big Bang Theory?
Bazinga!

Klonen oder einfrieren?
Komme mit Kälte besser klar als mit einem zweiten Ich.

Parabelflug oder LSD-Trip?
Pro Klimaschutz, daher der LSD-Trip. Emittiert einfach weniger CO2.

Grippeimpfung oder Apfel essen?
Lieber hundert Äpfel als einen Stich.

Verstand oder Bauchgefühl?
Nicht eins ohne das andere.

Holodeck oder Transmogrifier?
Hauptsache Italien …

Sinnlosestes Talent?
Kann jede Brieftaube am Gefieder wiedererkennen.

Welches Doppelleben hättest du gerne?
Perry Rhodan

Es ist soweit!

Nach drei turbulenten Monaten, in denen unser Team von fünf auf 20 angewachsen ist, wir gemeinsam einen Dummy und mehrere Probehefte produziert haben, Abläufe festgezurrt und unsere Website auf den Weg gebracht haben, ist es endlich soweit: Die erste Ausgabe des deutschen New Scientist geht heute Abend in Druck!

Soeben haben wir die letzte Seite auf die Reise geschickt – und feiern!

Ab morgen um 21 Uhr können Sie sich bereits durch die digitale Versionen unseres ersten Werkes blättern. Am Freitag finden Sie uns dann auch am Kiosk.

Viel Spaß beim Lesen!

Print, digital oder beides

Um die vielen Fragen zu Schnupper-Abos und einem reinen digitalen Abo zu beantworten: Das Warten hat ein Ende – unser Abo-Shop ist ab sofort voll funktionstüchtig.
Inklusive Test-Abo für zwei Monate, reinem Digital-Abo und Vergünstigungen für Studenten.
Wer möchte kann sich also schon jetzt hier die gedruckte und/oder digitale Version des deutschen New Scientist sichern.

Die erste Ausgabe erscheint Anfang November. Wir freuen uns auf euch!

 

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