Fragen über Fragen — und die Antworten dazu wünschen wir uns von Ihnen

Sie haben eine verblüffende Beobachtung gemacht? Sie wollten schon immer wissen wie etwas funktioniert? Oder sind einfach neugierig?

Dann schicken Sie uns Ihre Fragen! Hier erhalten Sie eine Antwort.

Unsere Rubrik „Gute Frage“ funktioniert aber auch andersherum: Wenn Sie die Antwort auf eine der gestellten Fragen wissen, eine plausible Erklärung parat haben, dann legen Sie los.

Hinterlassen Sie einfach Ihre Frage als Kommentar unter diesem Blogpost. Oder auf unserer Facebook-Seite, oder Sie schicken eine Mail an gute_frage@new-scientist.de.

20 Antworten auf Fragen über Fragen — und die Antworten dazu wünschen wir uns von Ihnen

  • Christian sagt:

    Bei den ICE-3 der Deutschen Bahn kann man durch die Scheibe der Fahrerkabine schauen. Ab und zu wird sie milchig und dadurch unsichtbar. Wie funktioniert das und ist das beabsichtigt?
    Danke!

    • Steffen Kalinna sagt:

      Dieser Effekt ist durchaus beabsichtigt. Verursacht wird er durch Flüssigkristalle, die auf einer stromleitenden, durchsichtigen Schicht aus Metalloxiden aufgebracht werden. Wird nun Strom angelegt, so richten sich die Kristalle entlang des Stroms aus und schalten von opak (“milchig”) und wieder zurück, sobald der Strom wieder abgeschalten wird. Der milchige Effekt kommt dabei durch eine unregelmäßige Ausrichtung der Flüssigkristalle innerhalb der Schicht. Diese Unregelmäßigkeit sorgt für eine Streuung der einfallenden Lichtstrahlen in jede Raumrichtung. Dadurch ist die Scheibe nicht durchsichtig (=opak), da die Lichtintensität stark vermindert und der Lichtstrahl in seiner Richtung abgelenkt wird. Objekte nahe der Scheibe sind zwar schemenhaft und in Ihrer Farbe zu erkennen, mehr aber nicht.

  • Monika sagt:

    @Christian:
    Die Scheibe wird nicht unsichtbar, denn man sieht ja, dass sie milchig wird. Gemeint ist sicher, dass sie “undurchschaubar” wird, was ein spezielles Phänomen der Deutschen Bahn ist.

  • Tobias sagt:

    Das grundlegende Prinzip ist hier bschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligentes_Glas

  • Drehimpuls sagt:

    Die Antwort auf “Stabile Seitenlage” scheint etwas sehr kompliziert/falsch zu sein. Das drehende Rad fällt nicht um, weil der Drehimpuls dies verhindert/erschwert. Die Kraft die nötig ist, um das sich drehende Rad zu kippen steigt mit der Geschwindigkeit der Drehbewegung. Deshalb fällt auch ein sich drehender Kreisel nicht um, sondern präzessiert (wegen der Schwerkraft) um seine Kreiselachse. Ein angeschobenes Fahrrad fahrt deshalb auch im Kreis.

  • Irene Zerbel sagt:

    In der Höhe, in der die ISS fliegt, gibt es so wenig Sauerstoffmoleküle, dass eine Kerze nicht brennen kann, also kann auch ihre Flamme zu keiner Seite gehen.

    • UbuRoy sagt:

      Das hieße aber auch, das die Astronauten dort ersticken müßten.

      Stattdessen würde ich die Experimalvorrichtung “brennende Kerze” vielleicht im ISS Modul ausprobieren. Obwohl, der dortige Sauerstoffgehalt dürfte so hoch sein, das offenes Feuer keine wirklich gute Idee sein.

      Wie auch immer, im Fall der Kerzenflamme wird diese immer gleichmäßig kugelförmig sein und in keinerlei richtung zeigen, egal in welche Richtung man die KFlamme zeigen läßt. Gleiches gilt übrgiens fpr die (hier nicht) aufsteigende Heißlust, die sich ebenfalls kugelförmig verteilen wird.

      • Steffen Kalinna sagt:

        Auch diese Betrachtung der reinen kugelförmigen Flamme ist falsch. Da es kein oben oder unten gibt (aus der ISS herrscht Schwerelosigkeit) kann das durch die Verbrennung entstandene CO2 nicht wie auf der Erde nach oben hin abwandern. Dies geschieht auf der Erde durch Dichteunterschiede. Heise Gase sind weniger Dicht bei gleicher Teilchenzahl als kältere, die Folge daraus ist wie beim Heisluftballon der Auftrieb. Wo keine Schwerkraft, da keine höhenbedingte Atmosphärendifferenz. Ist diese nicht vorhanden “weis” das CO2 nicht wo oben oder unten ist und strahlt in jede Richtung ab. Dies geht solange gut bis jeder Sauerstoff nahe des Dochts aufgebraucht ist und die Flamme letztendlich erstickt.

  • Obi sagt:

    Hallo,
    warum wird einem kalt wenn er in die heiße Wanne steigt?
    Danke
    Obi

    • Vielen Dank für die Frage. Wir nehmen sie in unseren Pool auf.

    • CocoLoco sagt:

      Für das hier beschriebene Phänomen kommen mehrere Faktoren zusammen:
      Zum einen ist die Haut mit (warmen) Wasser benetzt, so dass das Wasser eine relativ große Oberfläche besitzt.
      Zum anderen ist die Luft im Badezimmer meist nicht gesättigt, also in der Lage Wasser in Form von Dampf aufzunehmen. Da der Wasserfilm auf der Haut nun mit seiner großen Oberfläche mit der untersättigten Luft in Kontakt steht, neigt er dazu zu verdampfen. Für die Verdampfung (Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand) des Wassers wird jedoch eine Menge Energie benötigt (ca. 2500 kJ/kg), welche das Wasser der Umgebung (also Ihrer Haut) entzieht. Dadurch kühlt sich diese daraufhin ab. Deshalb frieren Sie wenn Sie die Badewanne verlassen.
      Der umgekehrte Fall wird übrigens bei einer finnischen Sauna mit einem Aufguß erreicht, hier kondensiert der Wasserdampf teilweise auf der “kühlen” Haut und gibt dabei seine Energie an die Haut in Form von Wärme ab…

  • UbuRoy sagt:

    Die Flamme zeigt in keine Richtung, weil die Flamme in der Schwerelosigkeit kugelförmig brennen müßte. Die Gravitationssenke Erde dürfte vernachlässigbar sein.

  • too_old sagt:

    Die Entfernung zur Erde sowie die Geschwindigkeit der ISS führen letztlich dazu, dass es dort im Relativsystem keine Schwerkraftwirkung gibt. Damit ist die Verteilung von heißem Gas in “höhere” Luftschichten unterbrochen. Würde man die Kerze anzünden (das geht, unsere Astronauten können ja auch atmen), würde das entstehende Abgas nicht von seiner Enstehungsquelle abgetrieben. Der Kamineffekt der Flamme auf der Erde versorgt den glühenden Docht mit neuem Gas, wie auch Sauerstoff, die Nähe zur Glut führt zur Entzündung. Ohne diesen Sogeffekt müsste die Flamme auf der ISS kurz eine kugelrunde Form annehmen und dann erlöschen. Allerdings weiß ich nicht wie explosionsgefährlich das Anzünden von Kerzen auf Raumstationen dieser Art ist.

    • UbuRoy sagt:

      Ich schätze, die Kerze müßte schon gleichmäßig brennen. Sie wird halt auch kugelförmig vom Sauerstoff befeuert.

      Ganz sicher bin ich aber natürlich auch nicht. Eventuell kann die erwärmte Luft nur dann entweichen, wenn die Kerze nicht still gehalten wird, sondern in Bewegung (also durch die Luft in der Station) gehalten wird. Die athmosphärische Reibung dürfte dann die heiße Luft vom brennenden Docht entfernen und frischen Sauerstoff zuführen können.
      Hält man die Kerze still, geht sie in der Tat eventuell sofort wieder aus.

      Jedenfalls faszinierende Frage, nicht wahr? ;-)

  • ISS – Kerze

    In der Schwerelosigkeit ist es zunächst egal, in welche Richtung eine Kerze gehalten wird, denn keine Richtung ist vor irgendeiner anderen durch irgend eine Schwerkraftwirkung ausgezeichnet. Auso gibt es auch kein “Auf dem Kopf”.

    Ein Verbrennungsvorgang unter Erdschwerkraft wird dadurch unterhalten, dass erhitztes verbrennendes und verbranntes Gas – wegen höherer Temperatur leichter als Luft – aufsteigt und zum Druckausgleich frische Luft von der Seite in Richtung Docht nachgeliefert wird. Der aus dem Docht verdampfende Brennstoff ist so ständig in Kontakt mit Sauerstoff und verbrennt kontinuierlich.

    Unter µg-Bedingungen (~Schwerelosigkeit) können die Verbtrennungsprodukte nur langsam, durch Konvektion und Diffusion, aus der Reakionszone abgeführt werden. Entsprechend langsam strömt frische Luft nach. Damit ist es wahrscheinlich, dass zunächst der Docht mit perfekt kugelförmiger Flamme anbrennt und die Flamme wenig später verlischt.

    In den Wohn- und Arbeitsmodulen der ISS herrscht etwa Atmosphärendruck – sonst müssten die armen Astronauten in Raumanzügen arbeiten und schlafen.

  • Ben sagt:

    Hallo,

    Warum sagt man zum Jahr 1999 Neunzehnhundertneunundneunzig aber für das Jahr 2013 Zweitausenddreizehn anstatt Zwanzighunderdreizehn?

  • kl-ing sagt:

    Das maximale Schwarze Loch: Der Schwarzschildradius eines Schwarzen Loches hängt nur von der Masse der eingschlossenen Materie ab. Wenn ich ich in die Gleichung die Masse des gesamten Universums eingebe, erhalte ich einen Wert, der größer ist als der beobachtbare Teil desselben: Auch bei Wikipedia steht ein Wert von 47 Milliarden Lichtjahren. Danach befänden wir uns im Inneren eines Schwarzen Loches.

    Nun heißt es aber, am Schwarzschildradius versage die Relativitätstheorie, aus ihr ließen sich keine Aussagen über den Zustand der Materie ableiten. Wenn wir aber doch selbst “drin” sind…

    Kann mir das mal jemand erklären?

    • Segantini sagt:

      Nun ja, das könnte der Grund sein, warum das Universum außerhalb dieses Radius nicht beobachtbar ist, wir sehen ja quasi “von innen” auf den Schwarzschild-Horizont. An dieser Grenze ist übrigens nicht nur der Raum zu Ende, sondern auch die Zeit: der Urknall umgibt uns kugelförmig und entfernt sich von uns.

      Möglicherweise ist jedes Schwarze Loch ein kleines Universum, mit einem ganz speziellen Set von Naturgesetzen. Möglicherweise wechselt der Zeitstrahl an der Beobachtungsgrenze die Richtung, so daß im Inneren die Materie nicht hereinstürzt, sondern hinausfliegt. Genau wie in unserem Universum auch.

  • trojan zbot sagt:

    I read this article fully on the topic of the comparison of newest and preceding technologies, it’s remarkable article.

  • Bernhard sagt:

    My brother recommended I might like this website.
    He was totally right. This post truly made my day. You cann’t imagine
    simply how much time I had spent for this info! Thanks!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Sie haben Fragen?


Schreiben Sie uns hier


Sie wollen mitmachen?


Sie sind eine kreative und engagierte Wissenschaftsjournalistin / ein kreativer und engagierter Wissenschaftsjournalist und wollen beim Launch des Magazins mitmachen, dann bewerben Sie sich hier


Sie wollen ein Abo?


Bestellen Sie hier Ihr Abo, um gleich beim Verkaufsstart dabei zu sein.


Sie wollen Werbung schalten?


Informieren Sie sich hier